Am 27.März 2009 war es exakt 8 Jahre, dass MAHA sein damals größtes und bisher einziges PFI Projekt (Private Finance Initiative) in Belfast, Nordirland unterzeichnet hat: Das „ DVTA Projekt MOT 2“Nordirland.
Die staatliche nordirische KFZ-Prüforganisation DVTA (Driver & Vehicle -Testing- Agency), die zu diesem Zeitpunkt seit mehr als 25 Jahren diese Fahrzeugprüfungen durchgeführt hat, benötigte dafür neue Prüfmöglichkeiten und modernste Testgeräte, um sich an den Stand der fortgeschrittenen Fahrzeugtechnik anzupassen. Es mussten die15 bereits bestehenden Prüfzentren, die infrastrukturell bedingt in größeren Städten über das gesamte Land verteilt sind auf den neuesten Stand der Technik umgerüstet werden.
Projektauftrag: DVTA Projekt MOT 2 Ausrüstung und Inbetriebnahme von 15 Testzentren mit insgesamt 61 Prüfstraßen (43 PKW/ 18 LKW) innerhalb von 2 Jahren mit einer sich daran anschließenden 15 jährigen Projektlaufphase.
Kosten des Projektes für die gesamte Laufzeit: 57 Millionen- englische Pfund!!
Der Einbau der Prüfgeräte, die Inbetriebnahme, Kalibrierung soweit erforderlich, sowie die Funktionalität nebst der Wartung der Anlagen muss während der gesamten Projektlaufzeit gewährleistet werden. Eine eventuelle Störung oder Ausfall eines Testgerätes muss innerhalb einer Frist von 4 Stunden behoben werden, andernfalls wird dies mit festgelegten, je nach Gewichtung erheblichen Gebühren geahndet.
Solche, damals vor allem in England gängigen von Banken finanzierte PFI Projekte werden getätigt, um die momentane Finanzierung und die Projekt-Risiken für solche Großprojekte vom Staat fernzuhalten und auf private Firmen ( Projektträger) zu verlagern. Solche Projekte müssen sich üblicherweise während der Projektlaufzeit, in diesem Fall, durch die erhobenen Prüfgebühren für die staatlich vorgeschriebenen periodischen technischen Fahrzeuguntersuchungen selbst refinanzieren.
Zur Realisierung dieses Vorhabens wurde vom Land Nordirland bereits 1998 eine internationale Ausschreibung getätigt. Unter mehreren europäischen Anbietern hat sich das Angebot der Firma MAHA als Bestes durchgesetzt und bekam folglich den Zuschlag. Natürlich konnte das Gesamtkonzept des Projektes bedingt durch die Komplexität , sowie der Differenziertheit der zu bewältigenden Arbeiten nicht alleine von der Firma MAHA durchgeführt werden, zudem musste der Anbieter Ortsansässig sein. Aus diesem Grund gründete die Firma „MAHA“ zusammen mit dem nordirischen, weltweit tätigen Konstruktionskonzern „Rotary Group Ltd“ eine sogenannte “SPV“ (Speciale Purpose Vehicle), oder Joint Venture Company mit dem Namen „ROMAHA“ mit Sitz in Belfast. Es folgten langwierige Verhandlungen, die zum Großteil von den beauftragten Rechtsanwaltsfirmen der bis zu 18 beteiligten Firmen oder Organisationen geführt wurden und mit 39 unterschiedlichen Verträgen abgeschlossen wurden. Die wichtigsten Vertragspartner waren: Das nordirische Umweltministerium (DOE Department of Environment), zuständig für DVTA, die Bank von Irland als Geldgeber und ROMAHA, beauftragt mit der Gesamtprojektleitung , verantwortlich für Restaurierung von Gebäuden und Anlagen ist (Rotary Ltd.), Erneuerung und Wartung der gesamten Prüfgeräte (Fa. MAHA), Computernetzwerke/Hardware (SX3/Northgate Ltd. IT Company) und Administrations-Softwarelieferant (Vision Ltd.) Bereits vor Projektbeginn wurde für Versuchszwecke eine PKW- sowie LKW-Prüfstraße mit den erforderlichen Prüfgeräten von MAHA an DVTA zur Verfügung gestellt.
Folgender PFI Vertrag wurde verhandelt und festgelegt:
Die Funktionalität sowie auch die Tauglichkeit der MAHA-Testgeräte für den vorgeschriebenen Prüfablauf in der vorgegebenen Prüfzeit musste innerhalb von sechs Monaten in einer Pilotanlage nachgewiesen werden.
Im Anschluss daran wurden die 15 Testzentren binnen zwei Jahren (2001 – 2003) in einem festgelegten Zyklus stillgelegt, umgebaut, neue Testgeräte installiert vom Betreiber (DVTA) abgenommen und dem laufenden Prüfbetrieb wieder zugeführt.
Der fachgerechte Einbau und die korrekte Inbetriebnahme der Testgeräte wurden von den Service-Technikern der MAHA-Irland Ltd. (Tochtergesellschaft der MAHA) sichergestellt
Um eine korrekte Inbetriebnahme und Benützung der Anlagen zu gewährleisten, wurde das DVTA Prüfpersonal von zwei im MAHA Training Center in Haldenwang ausgebildeten Lehrkräfte eines nordirischen BerufsbildungsInstitutes in diversen Lehrgängen vor Ort geschult.
Zur Unterstützung dieser Maßnahme wurden von unserer Dokumenten-Abteilung ausführliche technische Unterlagen und Anweisungen für Anwender in der Landessprache erstellt.
Nach der zweijährigen Ausrüstungsphase begann im Jahre 2003 die 15 jährige Projektlaufzeit die folglich im Jahre 2018 endet.
Die 15 Prüfzentren führen mit dieser Ausstattung durchschnittlich 500.000 periodische KFZ-Untersuchungen pro Jahr durch.
Die periodischen Wartungsarbeiten sowie die Instandhaltung der Prüfgeräte und Einrichtungen wird während der gesamten Projektlaufzeit von den Service- Technikern der MAHA-Irland Ltd. sichergestellt.
Seit April 2007 wurde DVTA in DVA umbenannt, da sie mit der DVLNI (Driver & Vehicle Licensing Northern Ireland) die lokale staatliche Fahrlizenzbehörde aus organisatorischen Gründen zusammengelegt wurde.
In der Konzeption der Prüfstrassen wurde ein neuer Prüfablauf umgesetzt, der vorher noch bei keinem anderen Kunden zur Anwendung kam. (Transponder, Vernetzung mit der Verwaltungssoftware, mehrere vernetzte Sektionen pro Prüfstrasse, etc.)
Installiert und ausgestattet wurden insgesamt 61 Prüfstrassen. (43 PKW/18 LKW) mit folgenden Prüfgeräten:
Aufbau der PKW Spuren:
Sektion 1: visuelle Inspektion „unter der Motorhaube“, Abgastest MDO 2/ MGT 5
Sektion 2: visuelle Inspektion „rund ums Fahrzeug“, Brems- und Begrenzungsleuchtentest mittels Spiegel, Scheinwerfereinstellung mittels Lichttester Lite 1,2
Sektion 3: visuelle Inspektion des Fahrzeuginneren, Radlauftest mit Minc 1 Euro, Fahrwerkstest mit SA2 Euro, Bremsenprüfung mit IW2 Euro Rollensatz 2
Sektion 4: visuelle Inspektion der Fahrzeugunterseite mit Hebebühne Duo + 1 mit Radfrei, PMS vorne und hinten, sowie Achsheber.
Aufbau der LKW Spuren:
Sektion 1: visuelle Inspektion „rund ums Fahrzeug“, Abgastest MDO 2
Sektion 2 (nur für PKW Prüfung): Fahrwerkstester SA2 Euro mit 13 to überfahrbar
Sektion 3: Bremsenprüfstand IW7 Eurosystem mit hydr.Niederziehvorrichtung, Grubenheber MGH-Z 16,5, visuelle Inspektion der Fahrzeugunterseite
Sektion 4: Brems- und Begrenzungsleuchtentest mittels Spiegel, Scheinwerfereinstellung mittels Lichttester Lite 1,2 Planung im Kick Off 2001:
Die Verteilung der Prüfzentren








DVA Prüfzentrum

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